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Gesunde Ernährung im Alltag: Zeit für verbindliche Qualitätsstandards
Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist es eine Herausforderung, gesunde Ernährung dauerhaft in ihren Tagesablauf zu integrieren, zeigt eine repräsentative Erhebung des AOK-Bundesverbandes. Unter anderem fehlt es ihnen an guten Mahlzeitenangeboten an Lern- und Arbeitsorten.In der Pressemitteilung zur Umfrage fordert Dr. Carola Reimann, AOK-Vorsitzende, deshalb gesundes Essen in Schulen und Kitas sowie Steuerbefreiung bei Obst und Gemüse. Für die repräsentative Umfrage „Übergewicht und Ernährungsverhalten“ im Auftrag des AOK-Bundesverbandes wurden 2.000 zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren online befragt. Mehr als die Hälfte war nach eigenen Angaben gemäß ihres Body Mass Index (BMI) von Übergewicht betroffen. Etwa jede*r Dritte (30 %) zeigte sich mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten unzufrieden. Zwar haben die meisten schon Abnehmversuche hinter sich, jedoch gaben 68 % an, damit keinen dauerhaften Erfolg gehabt zu haben.
Gründe für die Herausforderung
Ein mangelndes Angebot gesunder Lebensmittel ist für die meisten Befragten der Grund für das Gelingen einer dauerhaften Ernährungsumstellung:
• 70 % halten ungesunde Lebensmittel meist für günstiger als gesunde Lebensmittel.
• Nur 34 % steht am Arbeitsplatz, in Universität oder Schule eine hochwertige und gesunde Verpflegung zur Verfügung.
• 84 % der Befragten haben den Eindruck, dass an öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen und Restaurants eher ungesunde als gesunde Produkte und Speisen im Angebot sind.
Gesunde Ernährung: Was sich Menschen mehrheitlich wünschen
In der Bevölkerung wächst das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung, so der AOK-Bundesverband. Viele Menschen wünschten sich dafür verbesserte Rahmenbedingungen:
• 90 % stimmen zu, dass gesunde Lebensmittel wie Obst oder Gemüse niedriger besteuert werden sollten.
• 87 % fordern stärkere Anreize für die Lebensmittelindustrie, den Zuckergehalt in Lebensmitteln zu reduzieren.
• 81 % fordern eine klare, verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmitteln.
Verbindliche Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards
Ein konkreter Vorschlag von der AOK-Chefin Dr. Carola Reiman: „Es ist Zeit für verbindliche Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen. Aktuell ist dies nur in fünf Bundesländern der Fall.“ Diese Position findet auch in der Bevölkerung Anklang, denn auch 81 Prozent der Befragten wünschen sich dies.
Warum sich der Einsatz in den Einrichtungen lohnt, erfahren Sie im Film bzw. in unseren Fact Sheets.
Quelle: Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes