Dienstag, 15.07. 2025
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Weniger Zucker, Fette und Salz durch Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards

Das Max Rubner-Institut hat im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie zur Reduzierung von Zucker, Fetten und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln weitere Zwischenbilanzen veröffentlicht. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat plant, diese in eine für Ende 2026 anvisierte Gesamtbilanz einfließen zu lassen.

© nikocingaryuk/123rf.com

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI) geht auf eine Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und der Lebensmittelwirtschaft aus dem Jahr 2018 zurück. Demnach hatte sich die Wirtschaft verpflichtet, bis zum Jahr 2025 Kalorien, Zucker, Fette und Salz in ihren Produkten zu reduzieren, vor allem, wenn sie sich an Kinder richten. Das Max Rubner-Institut (MRI) veröffentlicht dazu aktuell zwei weitere Publikationen:

  • Ergebnisse des Produktmonitorings 2024, bei dem Erfrischungsgetränke, Feingebäck, Fleischersatz- und Wurstersatzprodukte sowie kalte Soßen untersucht wurden.
  • Abschlussbericht zum Stakeholder-Prozess für die Erarbeitung wissenschaftsbasierter Reduktionsziele für Zucker, Fette und Salz.

 

Reduktionsziele Zucker, Fett und Salz zum Großteil erreicht

Ziel des Produktmonitorings ist es, die Zucker-, Fett-, Salz- und Energiegehalte von Fertigprodukten im Zeitverlauf zu beobachten. Mehr als sechs Jahre nach dem Start der NRI konnten bei zahlreichen Lebensmittelgruppen niedrigere Gehalte an Zucker, Fetten und Salz festgestellt werden als zu Beginn des Prozesses. Die meisten der von der Wirtschaft selbst gesteckten Ziele wurden bereits oder werden absehbar erreicht.

 

Handlungsempfehlung: Flächendeckende Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards

Im Abschlussbericht finden sich Handlungsempfehlungen auch für die Außer-Haus-Verpflegung. Sowohl in der AG Kinder und Jugendliche als auch in den drei Strategiefeldern wurde die Außer-Haus- und Gemeinschaftsverpflegung als besonders geeignet für die Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Salz-, Zucker- und Fettreduktion gesehen, da ein Großteil der Bevölkerung dort erreicht werden kann. Die Stakeholder sprachen sich in allen drei Strategiefeldern für eine flächendeckende Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards in der Gemeinschaftsverpflegung der jeweiligen Lebenswelten (Kitas, Schulen, Betriebe, Kliniken, Senioreneinrichtungen inkl. „Essen auf Rädern“) aus. Dies impliziert eine Reduktion der Salz-, Zucker- und Fettverwendung in den jeweiligen Einrichtungen und damit einhergehend eine geringere Zufuhr in zahlreichen Bevölkerungsgruppen.


Quelle: Für eine gesunde Ernährung: Weniger Zucker, Fette und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln - Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung