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Tipps für die Auswahl von „Essen auf Rädern“

Besonders wenn der Einkauf und das Kochen nicht mehr so leicht von der Hand gehen und Unterstützung von Angehörigen und Nachbarn fehlt, wird eine bedarfsgerechte Ernährung schwierig. Eine angelieferte vollwertige Mittagsmahlzeit kann dann einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Nährstoffversorgung leisten. Mit dem Ziel, Anbieter von „Essen auf Rädern“ bei der Herstellung einer ausgewogenen Menülinie zu unterstützen, bietet der DGE-Qualitätsstandard für Essen auf Rädern einen Rahmen, anhand dessen die Verpflegung ausgewogen gestaltet werden kann.

  • täglich eine Stärkebeilage, wie Kartoffeln, Nudeln, Reis, Getreide, Brötchen im Angebot sind und Sie diese mindestens einmal pro Woche als Vollkornprodukt wählen. Probieren Sie auch aus, was Sie vielleicht noch nicht kennen, denn Gerichte  mit Gerstengraupen, Couscous (Gemüsepfanne mit Couscous), Hirse (süßer Auflauf aus Hirse), Grünkern (als Bratling oder herzhafter Grünkernkuchen), sättigen gut, schmecken köstlich und liefern reichlich Ballaststoffe.   
  • Wählen Sie möglichst nur einmal in der Woche ein Fertig- oder Halbfertigprodukt, wie Kroketten, Pommes Frites, Kartoffelecken oder Rösti, Reibekuchen, Gnocchi, da diese oft reichlich Fett enthalten.  
  • in Ihrem Gericht täglich eine Gemüseportion enthalten ist. Das kann eine Gemüsesuppe oder -eintopf, eine Portion Gemüse als Beilage, Gemüse als Zutat in einem Auflauf einer Soße oder ein frischer Salat sein. Fragen Sie nach, ob das Gemüse aus frischem oder tiefgekühltem Gemüse zubereitet wurde.
  • Sie an mindestens drei Tagen davon eine Portion Rohkost oder Salat wählen. Das kann ein Salatteller, ein frischer Salat als Beilage, ein Salat als Vorspeise zu einem süßen Hauptgericht oder Salat als Teil eines Wraps, Gemüsetasche oder ähnlichem sein.
  • Sie nicht täglich ein Fleischgericht wählen. Die DGE empfiehlt maximal 300-600 g Fleisch pro Woche. Wenn Sie ab und zu Wurst zum Frühstück oder Abendessen verzehren, dann sollte mittags im Idealfall nur dreimal pro Woche Fleisch auf Ihrem Speiseplan stehen.
  • Fisch mindestens einmal in der Woche als Mittagsmahlzeit von Ihnen gewählt wird. Dazu zählen z. B. Kabeljau, Seelachs oder Heilbutt. Jede zweite Woche sollte dies ein fettreicher Seefisch, wie Hering oder Makrele sein.
  • frisches Obst oder aus ungezuckertem Tiefkühlobst hergestellte Desserts zur Auswahl stehen. Ideal ist es, wenn Sie mindestens dreimal in der Woche Obst zu Mittag wählen. Das Obst kann als Kompott auch Teil einer süßen Hauptspeise sein.
  • wenn Sie eine Süßspeise als Hauptgericht wählen, die Gemüseportion nicht fehlt, die Sie als kleine Vorsuppe oder einen Salat als Vorspeise wählen können.


Sie als Kunde haben damit die Möglichkeit täglich ein Menü zu wählen, das Ihre Gesundheit fördert. Da ältere Menschen etwas weniger Energie, aber dieselbe oder höhere Menge an Nährstoffen benötigen, hilft es auf nährstoffschonende Zubereitungsarten zu achten. Natürlich kann auch mal ein deftiges Essen gewählt werden, dies sollte aber nicht täglich der Fall sein.