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Mangelernährung

Mangelernährung wird allgemein als ein Zustand des Mangels an Energie, Proteinen oder anderen Nährstoffen definiert. Von einer quantitativen Mangel- bzw. Unterernährung spricht man, wenn dem Körper über einen längeren Zeitraum weniger Energie zugeführt wird, als er benötigt. Eine qualitative Mangelernährung oder Fehlernährung bezeichnet einen Mangel an Proteinen oder anderen Nährstoffen, wie z. B. Vitaminen, Mengen- oder Spurenelementen. Diese kann durch eine sehr einseitige Ernährung oder auch durch Krankheiten ausgelöst werden. Eine qualitative Mangelernährung muss nicht mit Untergewicht einhergehen, auch Übergewichtige können von dieser Form betroffen sein. Eine Kombination aus Unter- und Fehlernährung kommt ebenso vor, wie die einzelnen Formen. Eine Mangelernährung hat meist einen ungünstigen Krankheitsverlauf zur Folge, ist jedoch durch eine Ernährungstherapie reversibel.

Die Altersgruppe der Senioren ist besonders häufig von Ernährungsdefiziten betroffen. Häufige Ursachen und besondere Herausforderung sind die mit dem Alter einhergehenden physiologischen Veränderungen sowie Krankheiten.

Durch geringe körperliche Aktivität und die abnehmende Knochen- und Muskelmasse haben älterer Menschen einen geringeren Energiebedarf als zuvor. Ihr Nährstoffbedarf bleibt jedoch gleich!
Für die Verpflegung von Senioren bedeutet das eine höhere Nährstoffdichte der Kost.

Aus unterschiedlichen Gründen kann der hohe Nährstoffbedarf häufig nicht gedeckt werden wodurch eine Mangelernährung entsteht.
Hier finden Sie eine Darstellung zu den kritischen Nährstoffen für die Altersgruppe der über 65-Jährigen.

Die Gründe für eine zu geringe Aufnahme an Nährstoffen sind zum einen begründet durch die physiologischen Veränderungen im Alter, wie einer verminderten Kauleistung, geringerem Durstempfinden oder nachlassenden Sinneswahrnehmungen, die häufig die Lust am Essen nehmen oder die Ursache dafür sind, dass die Lebensmittelauswahl stark eingeschränkt wird. Zusätzlich können Krankheiten, Medikamente oder andere Beeinträchtigungen z. B. Probleme mit der Zahnprothese ebenfalls die Lust auf das Essen und Trinken mindern. Auch andere Einflussfaktoren, wie soziale Isolation, Verlust des Partners oder Armut, können Einfluss auf den Ernährungs- und Gesundheitsstatus nehmen.

Ebenso wie die Ursachen, so sind auch die Symptome einer Mangelernährung vielseitig und werden oft nicht als solche erkannt. Antriebslosigkeit, Müdigkeit oder allgemeine Schwäche werden häufig als Altersschwäche verharmlost, sind aber oft die Folge einer Fehlernährung. Aussagen, wie „Keine Lust zum Essen“, Reste auf dem Teller, Verwirrtheit sowie eine trockene oder faltige Haut sind erste wichtige Anzeichen für eine zu geringe Ess- und Trinkmenge.