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Essen und Trinken bei Kaustörungen

Durch das Kauen werden aufgenommene Speisen zerkleinert und schluckfähig gemacht. Dabei werden Geschmacks- und Aromastoffe freigesetzt, die wiederum eine appetitanregende Wirkung haben. Können Speisen aufgrund von Kaubeschwerden oder -störungen nicht ausreichend zerkleinert werden, sind Geschmack und die weitere Verdauung beeinträchtigt.

Ursachen für Kaubeschwerden und später Kaustörungen können folgende sein:
-    Zahnverlust
-    Schlecht sitzende Prothesen
-    Druckstellen im Mund
-    Krankheiten des Mundraums (Karies, Aphten)
-    Entzündungen am Zahnfleisch oder Zahnhalteapparat
-    Zahnfleischschwund (Paradontose)
-    Mundsoor (Pilzbefall im Mundraum)
-    Verminderte Speichelbildung im Alter (Mundtrockenheit)
Kaustörungen können beispielsweise durch das Absinken des Kiefergelenks oder durch eingeschränkte Kraft und Ausdauer der Kaumuskulatur entstehen. Lähmungen, wie z. B. nach einem Schlaganfall können ebenfalls Ursachen für eine Störung sein.

Zu aller erst sollte immer nach der Ursache der Kaubeschwerden bzw. der Kaustörung gesucht und durch eine Zahnsanierung bzw. Verbesserung der Mundhygiene behoben werden.

Liegen Kaustörungen bei Senioren vor, reicht es oft schon vorrübergehend die Nahrungskonsistenz an das individuelle Kauvermögen anzupassen. Häufig reicht es Gemüse nährstoffschonend, aber etwas weicher zu garen. Auch Fleisch kann durch entsprechende Garverfahren gut kaubar zubereitet werden. Wichtig ist es, dass die Lebensmittelauswahl nicht eingeschränkt wird. Denn auch vermeintlich nicht gut kaubare Lebensmittel, wie Nüsse, Vollkornprodukte oder Obst, können so zubereitet und angeboten werden, dass sie gut kaubar sind und keine Mangelernährung entsteht.