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Essbiografie

Das Essen muss gut schmecken und daher den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner entsprechen.

Ausgangspunkt einer bedarfs- und bedürfnisgerechten Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen ist daher die Erhebung der Essbiografie. Darin sind die individuellen Wünsche und Vorlieben des Einzelnen dokumentiert und zu erfahren, so dass die Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt und die Essgewohnheiten so weit wie möglich beibehalten werden können.

Ein ausführliches Gespräch bei der Aufnahme in die Senioreneinrichtung bietet die Möglichkeit den neuen Bewohner kennen zu lernen und seine (Ess-)biografie zu erstellen. Häufig lässt in höherem Alter das Erinnerungsvermögen sowie die Fähigkeit seine Wünsche konkret zu äußern nach. Um den Bewohner auch in dieser Situation in wertschätzender und für ihn gewohnter Weise versorgen und verpflegen und damit auch einer Mangelernährung vorbeugen oder sie therapieren zu können, liefert die Essbiografie wertvolle Informationen. Eine Essbiografie enthält folgende Angaben:

•    Herkunft, berufliche Tätigkeit, üblicher Tagesablauf, Religion, ethnische und kulturelle Besonderheiten,
•    Ess- und Trinkgewohnheiten sowie deren Verteilung über den Tag, wann z. B. warm oder kalt gegessen wurde,
•    Essrituale zu besonderen Anlässen, wie zum Geburtstag,
•    besondere Vorlieben seit der Kindheit (wenn möglich),
•    Lieblingsspeisen und -getränke, auch mit regionalem und saisonalem Bezug,
•    individuelle Abneigungen und Unverträglichkeiten,
•    Krankheiten.

Hilfreiche Angaben, Beobachtungen und Erfahrungen zur individuellen Essbiografie liefern, neben der Befragung der Person selbst, auch Angehörige, Pflegende und behandelnde Ärzte. Als Bestandteil der Pflegedokumentation wird die Essbiografie durch Beobachtungen kontinuierlich aktualisiert und weitergeführt.