fit im Alter: Gesund essen, besser leben

Hilfsnavigation

Allergenkennzeichnung

In allen Ländern der EU gilt bereits seit dem 25. November 2005 die Verpflichtung zur Angabe allergener Zutaten für vorverpackte Lebensmittel. Die VO (EG) 1169/2011 beinhaltet im Anhang II14 Allergene, die kennzeichnungspflichtig sind. Die Pflicht zur Kennzeichnung betrifft nachfolgende Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen:

  • glutenhaltiges Getreide (Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon)
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Soja
  • Milch (einschließlich Lactose)
  • Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro kg oder l)
  • Lupinen
  • Weichtiere


Allergenkennzeichnung bedeutet, dass die Zutaten so bezeichnet werden müssen, dass die betroffenen Allergiker das allergene Potenzial erkennen können. Bei den meisten Zutaten ist das ohnehin der Fall, so dass sich nichts ändert, beispielsweise wenn Erdnüsse, Walnüsse, Fisch, Sahne, Milch oder Butter verwendet werden. Denn diese Lebensmittel werden bereits in der Zutatenliste angegeben. Bei einigen Zutaten wie pflanzlichen Ölen oder Lecithin ändert sich jedoch etwas, wenn sie z. B. aus Erdnüssen oder Soja hergestellt worden sind. Dann muss Erdnussöl oder Sojalecithin angegeben werden.

Geltungsbereich der Allergenkennzeichungspflicht

Für Senioreneinrichtungen bzw. Anbieter von "Essen auf Rädern" ist die Kenntnis über Unverträglichkeiten und lebensmittelbedingte Allergien Voraussetzung, um unerwünschte Reaktionen durch eine gezielte Auswahl der Zutaten auszuschließen.

Das Informationsbedürfnis scheint insgesamt groß zu sein. Allerdings werden in einem kleinen Handwerksbetrieb, wie einer Bäckerei, Konditorei oder einem kleinem Cateringbetrieb zeitgleich die unterschiedlichsten Erzeugnisse hergestellt. Auch wechseln hier Rezepturen häufiger als bei der industriellen Herstellung. Ebenso können Beimischungen von Allergenen, die nicht Bestandteil der Rezeptur sind, bei der Herstellung und dem Verkauf der unverpackten Ware im Einzelfall nur schwer ausgeschlossen werden. Eine Reinheit der Produkte, wie sie hochsensible Allergiker benötigten, kann in vielen Fällen nicht zu 100 % garantiert werden.

Rückstände in Form von Spuren

Weiterhin ungeklärt ist das Problem der unbeabsichtigten Beimischungen. Werden beispielsweise in einem industriellen Herstellungsbetrieb Nüsse verarbeitet, dann können trotz aller Sorgfalt auch nussfreie Produkte versehentlich Spuren davon enthalten. Hierbei handelt es sich um Rückstände, nicht um reguläre Zutaten. Die Hersteller vorverpackter Produkte helfen sich mit dem Hinweis „kann Spuren von Allergen X enthalten".

Unverträglichkeiten

Bei den Unverträglichkeiten handelt es sich zum einen um die Fructose-Intoleranz. Hierbei geht es um eine Fehlfunktion eines bestimmten Proteins, das für den Transport von Fructose zuständig ist und es eine Störung der Nährstoffaufnahme („Malabsorption“) zur Folge hat. Zum anderen gibt es Fälle von Lactose-Intoleranzen, die eine Unverträglichkeit auf Milchzucker durch das fehlende bzw. nicht ausreichend vorhandene Enzym Lactase zurückzuführen ist.Eine Unverträglichkeit auf mit der Nahrung aufgenommenes Histamin wird als Histamin-Intoleranz bezeichnet. Die Reaktion beruht darauf, dass ein bestimmtes Enzym, das normalerweise Histamin im Darm abbaut, fehlt oder inaktiv ist. Histamin entsteht durch den Ab- und Umbau von Eiweiß und kommt natürlicherweise z.B. in Hartkäse, Salami, Essig, Hefe, Sauerkraut sowie zahlreichen anderen Lebensmitteln vor.

 

 

 

Schnellsuche

Autorin "Hygiene"

Maria Revermann, Lebensmittelwissenschaftlerin und Berufspädagogin

Hilfreiche Links

Schauen Sie in unsere undefinedLinksammlung "Gesetze und Hygiene" unter Service,

DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.       Godesberger Allee 18       53175 Bonn       Telefon: +49 0228 3776-873       E-Mail: info@fitimalter-dge.de