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Lebensmittelallergien

Brot mit Bohnensalat
Quelle: Fit im Alter

Der Begriff "Allergie" setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern "allos" = anders und "ergon" = Wirkung zusammen. Bei einer Allergie bildet das Immunsystem Antikörper gegen einen an sich harmlosen Stoff, meist ein Protein, weil es nicht mehr zwischen "Freund" und "Feind" unterscheiden kann. Dabei reagiert es auf ganz bestimmte Stoffe, sogenannte Allergene, die es als Fremdkörper wahrnimmt.
Lebensmittelbestandteile, wie reine Proteine oder Glykoproteine (Proteine, die an ein Kohlenhydrat gebunden sind) können solche Allergene sein. Lebensmittelallergien sind somit Erkrankungen auf Basis einer Antigen-Antikörper-Reaktion, die ganz unterschiedliche Symptome aufweisen. Sie reichen von Hautveränderungen bis zum lebensbedrohlichen Schock. Die häufigsten Beschwerden wie Hautausschlag, Juckreiz oder Schwellungen in Mund oder Hals sind bereits kurz nach dem Verzehr spürbar. Seltener sind die Atemwege betroffen (Schnupfen, Asthma) und manchmal kommt es zu allergischen Reaktionen im Magen-Darm-Trakt wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

Schock-Reaktionen als Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems sind sehr selten, müssen aber sofort ärztlich behandelt werden, um nicht lebensbedrohlich zu werden. Auch eine Kombination von Symptomen wie zum Beispiel Schwindelgefühle und Erbrechen oder Atemnot und Hautausschläge kann auftreten.


Entwicklung einer Allergie

Eine Allergie ist eine Überreaktion des körpereigenen Immunssystems gegen allergieauslösende Substanzen!

Eine allergische Reaktion entwickelt sich in zwei Phasen:

In der ersten Phase kommt es zum Erstkontakt mit dem Allergen. Es tritt hier noch keine unerwünschte Reaktion auf. Erst bei einem erneuten Kontakt kommt es zu einer zweiten Immunreaktion, die allergische Wirkungen mit den entsprechenden Symptomen auslöst.

Die meisten Symptome einer Lebensmittelallergie treten innerhalb weniger Minuten, spätestens aber zwei Stunden nach dem Verzehr der jeweiligen Lebensmittel auf.

Es gibt ferner so genannte Spätreaktionen, die erst bis zu 24 Stunden nach der Lebensmittelaufnahme erscheinen. Bei einer Neurodermitis, die durch eine Lebensmittelallergie mit verursacht oder verschlechtert wird, kommt es typischerweise zu einer Verschlechterung der Haut über Nacht.

Bei Lebensmittelallergien ist ein lebenslanger Verzicht auf den Auslöser zwingend notwendig. Um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Rat einer Ernährungsfachkraft oder eines Arztes einzuholen.


Die häufigsten Lebensmittelallergien in Deutschland

Im Grunde kann jedes Lebensmittel eine allergische Reaktion hervorrufen. Allerdings reagieren Säuglinge und Kinder eher auf Grundlebensmittel wie Kuhmilch, Sojaprodukte, Eier, Weizen und (Erd-)Nüsse, Jugendliche und Erwachsene hingegen eher auf Laktose, Obst, Gemüse und Erdnüsse.
Kuhmilch, Ei, Soja, Fisch, Krebstiere, Weizen, Sellerie, Senf, Sesam und (Erd-)Nüsse sind verantwortlich für über 90% der allergischen Reaktionen. Hinzu kommen noch die Sulfite, die man in Wein und geschwefelten Lebensmitteln finden kann. Ein besonderes Problem stellen auch Kreuzreaktionen bei Pollen- oder Latexallergikern zu bestimmten Obst- und Gemüsesorten dar.

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