fit im Alter: Gesund essen, besser leben

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Grundlagen

In der Küche tätige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten täglich 

  • die Empfehlungen für ein schmackhaftes,
  • den Ernährungsbedürfnissen der Senioren angepasstes,
  • auf die Essfähigkeiten abgestimmtes und hygienisch einwandfreies

Speisenangebot in die Tat umsetzen.

Das Erreichen dieses Verpflegungsziels ist maßgeblich abhängig von einer gelungenen Schnittstellenkommunikation. Leider funktionieren die Übergänge zwischen Pflege, Küche und Hauswirtschaft nicht in jeder Einrichtung reibungslos.

Ineinander greifende Zahnräder.
Katrin Jung / PIXELIO`

Um dieses Probleme in den Griff zu bekommen, bedarf es eines gelungenen Schnittstellenmanagements. Darunter versteht man die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung an den Berührungsstellen (Schnittstellen) zwischen verschiedenen Systemen bzw. zwischen Elementen von Systemen. Eine Schnittstelle kann beispielsweise zwischen Küche und Pflege oder zwischen zwei Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen in der Küche wie Küchenleiter/-in und Küchenhilfe bestehen. Um das Schnittstellenmanagement optimal gestalten zu können, ist es unabdingbar, die vorhandenen Schnittstellen in der Senioreneinrichtung transparent zu machen. Dabei setzt ein gutes Schnittstellenmanagement nicht im Berufsfeld an, sondern bei den zu erbringenden Leistungen.

Ziel ist es, zum einen die bedarfs- und bedürfnisgerechte Versorgung der Bewohner und Bewohnerinnen sicher zu stellen und zum anderen, eine angemessene Arbeitsplatzqualität zu gewährleisten.

Die wichtigste Schnittstelle im Haus ist die zu den Bewohnern und Bewohnerinnen. Auch wenn es um bewohnerferne Aktivitäten im Hause geht, sollten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dies nie aus den Augen verlieren. Die Beziehung zu den Angehörigen spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle, da diese oft die Entscheidung für oder gegen eine Einrichtung treffen. Häufig wird der Begriff Schnittstelle als ungeeignet bezeichnet, da er eher eine klare Trennung, als eine Vernetzung der Abteilungen darstellt. Alternativ kann der Begriff der Nahtstelle verwendet werden, der die teamorientierte Arbeitsweise, wie sie zum Wohle der Bewohner und Bewohnerinnen wünschenswert ist, eher verdeutlicht.

Des Weiteren wird häufig der Begriff Schnittflächentätigkeiten verwendet. Auf die Situation in der Senioreneinrichtung angewandt, sind dies Tätigkeiten, die sowohl von der Pflege als auch von der Hauswirtschaft ausgeführt werden können.

Das können folgende Aufgaben sein:

Bereich der Verpflegung:

  • Tee und Kaffee kochen
  • Fragen nach Essenswünschen
  • Mahlzeiten austeilen und abräumen
  • Getränke austeilen
  • Brote entrinden, klein schneiden, streichen
  • Geschirr spülen

Bereich der Wäscheversorgung:

  • Schmutzwäsche einsammeln und sortieren
  • Transport der Schmutzwäsche in die Wäscherei
  • Verteilen der sauberen Wäsche
  • Einsortieren der Wäsche in die Bewohnerschränke

Bereich der Reinigung:

  • Nachtschränke und Betten reinigen
  • Betten beziehen
  • Blumenpflege
  • Reinigung der Bewohnerschränke von innen und außen

 
Je nach Einrichtung sind diese Aufgaben unterschiedlich verteilt. Sofern es Überschneidungen gibt, ist es wichtig, gemeinsam zu überlegen, inwieweit das Pflegepersonal zum Beispiel Aufgaben des hauswirtschaftlichen Bereichs übernimmt.

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Autor/in

Sabine Pieck (Diplom Oecotrophologin)

Definiton Schnittstelle

  • Als Schnittstellen werden Beziehungsbereiche (Andockpunkte/-flächen) zwischen einzelnen Systemen und zwischen Elementen von Systemen bezeichnet.
  • Schnittstellen entstehen da, wo z. B. zwei verschiedene Berufszweige miteinander kooperieren müssen. In Senioreneinrichtungen kann es sich z. B. hierbei um die Schnittstelle zwischen dem System Küche und dem System Pflege handeln.
  • Grundsätzlich bestehen Schnittstellen einmal intern in der Einrichtung zwischen den einzelnen Abteilungen wie Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung, Sozialer Dienst etc. sowie extern zu Apotheken, Ärzten, Seelsorgern, Krankenhäusern u.a.
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