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Einflussfaktoren auf das Schnittstellenmanagement

Weitere Einflussfaktoren für ein gutes Gelingen des Schnittstellenmanagements sind auf der Führungsebene zu finden. Die Heimleitung ist hiebei gefordert. Sie muss das Projekt mit Nachdruck unterstützen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den verschiedenen Bereichen für bestimmte Aufgaben benennen und Verantwortlichkeiten definieren. Während des Prozesses sollte die Heimleitung die Umsetzung regelmäßig kontrollieren.

Zu Beginn des Projektes "Schnittstellenmanagement" sollte ein festes Ziel und für die einzelnen Abteilungen verbindliche Unterziele, Arbeitsthemen und Zeitkorridore festgelegt werden. Damit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Arbeit nicht in ihrer Freizeit verrichten, muss die Heimleitung die benötigten Ressourcen (in Form von Zeit, Personal, Raum, eventuell Speisen und Getränke) zur Verfügung stellen. Anschließend erfolgt eine gründliche Problemanalyse , um den Ursachen für die Schnittstellenprobleme auf die Spur zu kommen; Die sogenannte Schnittstellenanalyse. Um bestehende Handlungsweisen, z. B. zwischen Hauswirtschaft und Pflege zu hinterfragen, macht es Sinn, eine undefinedCheckliste zu erstellen. Zu Beginn wird dabei die Problemstellung kurz genannt. Eine typische Problemstellung kann z. B. die Speiseabgabe an die Bewohner in den Wohnbereichen sein.

Die Analyse sowie die möglichen resultierenden Veränderungen sollten ohne zu großen Zeitdruck durchgeführt werden, um die Mitarbeitermotivation zu fördern. Für eine erfolgreiche Durchführung, besteht eine weitere wichtige Voraussetzung, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über das nötige Problembewusstsein verfügen. Dies erfordert zudem eine gewisse Sensibilität des Moderators bzw. der Moderatorin. Möglicherweise muss man die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erst durch eine Schulung mit den Themen wie Kommunikation, Beschwerdemanagement, Teamarbeit vertraut machen, bevor man in das Projekt "Schnittstellenmanagement" einsteigen kann. Dies bedeutet ebenfalls, dass der/die Moderator/in zur Einrichtung passen muss. In größeren Häusern kann diese Rolle vielleicht jemand aus einer anderen Abteilung übernehmen, die von den Problemen nicht unmittelbar betroffen ist und von daher von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als neutral angesehen wird. In bestimmten Situationen, wenn die Probleme sehr massiv sind, empfiehlt sich der Einsatz einer geschulten externen Moderatorin oder eines Moderators.

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Autor/in

Sabine Pieck (Diplom Oecotrophologin)

Definiton Schnittstelle

  • Als Schnittstellen werden Beziehungsbereiche (Andockpunkte/-flächen) zwischen einzelnen Systemen und zwischen Elementen von Systemen bezeichnet.
  • Schnittstellen entstehen da, wo z. B. zwei verschiedene Berufszweige miteinander kooperieren müssen. In Senioreneinrichtungen kann es sich z. B. hierbei um die Schnittstelle zwischen dem System Küche und dem System Pflege handeln.
  • Grundsätzlich bestehen Schnittstellen einmal intern in der Einrichtung zwischen den einzelnen Abteilungen wie Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung, Sozialer Dienst etc. sowie extern zu Apotheken, Ärzten, Seelsorgern, Krankenhäusern u.a.
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