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- Rückblick Fit im Alter 2009-2011
„Fit im Alter" auf Erfolgskurs

- Logoschild Fit im Alter-Zertifizierung, Quelle: Fit im Alter
Mit dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ und dem „DGE-Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ hat „Fit im Alter – Gesund essen, besser leben“ der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) Maßstäbe in punkto Verpflegung von älteren Menschen gesetzt. In vielen Senioreneinrichtungen ist der Qualitätsstandard bekannt, akzeptiert und wird umgesetzt. So das Fazit von „Fit im Alter“ der DGE zur Arbeit zwischen 2009 bis 2011.
„Fit im Alter“ der DGE hatte sich im Rahmen des
Nationalen Aktionsplans „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ zum Ziel gesetzt, die Verpflegung von Seniorinnen und Senioren zu optimieren. Dabei unterstützt „Fit im Alter“ Fachkräfte bei der Umsetzung eine vollwertige Verpflegung. Dazu zählen Küchenfachkräfte, die Heimleitung oder das Personal aus den Bereichen Hauswirtschaft und Pflege. Bundesweit geltende Kriterien, anhand derer eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Voll- bzw. Mittagsverpflegung beurteilt werden kann, sind in dem
„DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ bzw. dem
„DGE-Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ festgelegt. 2011 erschienen diese in überarbeiteter Form mit neuem Titel in zweiter Auflage.
Kriterien für die Vollverpflegung definiert
Mit dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ erschien erstmals ein Standard für die Vollverpflegung , der zwischen 2009 und 2011 mit einer Auflage von 25.000 Exemplaren zahlreich nachgefragt worden ist. Der Qualitätsstandard für den stationären Bereich ist mittlerweile bekannt, akzeptiert und wird in vielen Einrichtungen umgesetzt. Er dient vielfach auch in Pflegeschulen als Arbeitsgrundlage, beispielsweise in der Ausbildung von angehenden Pflegefachkräften.
Qualitätsstandard für „Essen auf Rädern“ erschienen
Der „DGE-Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ ist 2010 erstmals veröffentlicht worden und gewinnt in der Fachwelt zunehmend an Akzeptanz. Mit 9.000 Exemplaren wird er seit seiner Veröffentlichung kontinuierlich nachgefragt. Der durch die Umsetzung entstehende Nutzen liegt für alle Beteiligten auf der Hand: Eine abwechslungsreiche, gesundheitsfördernde Gestaltung des Speisenplans, die Optimierung der Arbeitsabläufe und der Tourenplanung sowie die Schulung und damit der Kompetenzgewinn der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Anerkennung des DGE-Qualitätsstandard wird auch dadurch deutlich, dass er als Bewertungsgrundlage für die Prüfung von sechs mobilen Mahlzeitendiensten durch die Stiftung Warentest im Oktober 2011 diente.
Zahl zertifizierter Einrichtungen steigt stetig
Dass das Zertifizierungskonzept der DGE bei stationären Senioreneinrichtungen und Anbietern von „Essen auf Rädern“ auf großen Zuspruch stößt, zeigt die konstante Steigerung von
Fit im Alter-Zertifizierungen bzw. Fit im Alter-PREMIUM-Zertifizierungen. Acht zertifizierte stationäre Senioreneinrichtungen, drei Anbieter von „Essen auf Rädern“ und ein Caterer haben bisher eine Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Weitere zwölf Vertragspartner befinden sich im laufenden Zertifizierungsprozess (Stand Dezember 2011). Rückmeldungen aus der Praxis zur Zertifizierung belegen, dass sowohl das Angebot als auch der Verzehr von Gemüse und Obst sowie von Milch und Milchprodukten gestiegen ist. Der Speisenplan sei insgesamt abwechslungsreicher geworden.
Ein vorbildliches Praxisbeispiel ist die
Glauchauer Zentralküche der Volkssolidarität, Landesverband Sachsen. Sie wurde mit dem bundesweit ersten Fit im Alter-Logo für „Essen auf Rädern“ ausgezeichnet und liefert täglich rund 600 Essen an zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren aus. Dass die Umsetzung des "DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen" auch in Wohngruppen möglich ist, zeigt beispielsweise die Zertifizierung des
Klaus-Bahlsen-Hauses in Hannover. Dort leben rund 50 ältere Menschen mit unterschiedlichen Pflegestufen in vier Hausgemeinschaften zusammen, in denen sie in familienähnlicher Atmosphäre betreut werden.
Ein weiteres Positivbeispiel ist das
Seniorenheim Wildau. Um das Wohlbefinden und den Appetit der 150 Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern und anzuregen, werden dort unter anderem Maßnahmen wie „Kochen in Wohnbereichen“ und „Frontcooking“ durchgeführt. Neben dem Seniorenheim Wildau und dem Klaus-Bahlsen-Hause werden unter anderem 150 Senioren im
domino-world Club Tegel und 460 im domino-world Club Oranienburg nach dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ voll verpflegt.
Zahlreiche Veranstaltungen und Artikel
Das Team konzipierte
Medien, verfasste Artikel und nahm an zahlreichen Veranstaltungen teil. Ziel ist, Fit im Alter bei einem noch breiteren Publikum bekanntzumachen, Verantwortliche für die Verpflegung bei der Umsetzung der Qualitätsstandards in die Praxis sowie einer möglichen Zertifizierung zu unterstützen.
Sieben
Broschüren zu Themen rund um die Seniorenverpflegung, beispielsweise Essen und Trinken bei Demenz, Mangelernährung im Alter, wurden überarbeitet und aktualisiert sowie unterschiedliche Hilfestellungen entwickelt. Dazu zählen unter anderem die beiden Checklisten zu den DGE-Qualitätsstandards.
Das Team nahm darüber hinaus an insgesamt 47 Veranstaltungen teil, richtete drei eintägige Vortragsforen aus, veröffentlichte 20 Fachbeiträge, 21 Pressemitteilungen und vier Radiointerviews. Für 16 externe schriftliche Beiträge fanden Interviews statt und extern zitiert wurde „Fit im Alter“ in 155 Beiträgen.
200 nährwertberechnete Rezepte in der Rezeptdatenbank

- Quelle: Fit im Alter
Als weiteren Schwerpunkt der Arbeit von Fit im Alter ist die Homepage www.fitimalter-dge.de hervorzuheben. Sie hält für Fachkräfte zahlreiche Informationen rund um
Ernährung und
Gemeinschaftsverpflegung bereit. In der
Rezeptdatenbank finden sie als Hilfestellung zur Umsetzung der Qualitätsstandards etwa 200 nährwertberechnete Rezepte sowie einen nährstoffoptimierten Sechs-Wochen-Speisenplan für die Vollverpflegung.
Außenstelle in Leipzig
Im Februar 2011 begann die Arbeit der Außenstelle in Leipzig. Ziel war es den „Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt bekannt zu machen. Mit der Ausrichtung von sechs regionalen Veranstaltungen wurden gezielt Fachkräfte der mobilen Seniorenverpflegung angesprochen und informiert.





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