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Dienstag, 17. Juli 2012 Pressemitteilung

Deutschland ist kein Vitaminmangelland

Die überwiegende Zahl der Menschen in Deutschland ist mit Vitaminen ausreichend versorgt. Das zeigen repräsentative Studien, deren Ergebnisse die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in einer Stellungnahme zusammengefasst hat.

Vielfalt von Gemüse und Obst

Quelle: 5 am Tag / www.machmit-5amtag.de

Vitaminmangel und dadurch bedingte Krankheiten kommen in Deutschland
äußerst selten vor. Meldungen wie Deutschland sei ein Vitaminmangelland
spiegeln daher die tatsächliche Situation der Vitaminversorgung nicht
wider. Vielmehr verunsichern sie die Verbraucher. Viele befürchten
aufgrund der Meldungen einen Mangel und meinen, ungünstige Ernährungs-
und Lebensgewohnheiten durch Einnahme von Vitaminen und anderen
Nährstoffen ausgleichen zu können.

Studien haben bisher nicht den Nachweis erbracht, dass die Folgen eines ungünstigen Ernährungsverhaltens durch Einnahme von Vitaminpräparaten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden können. Zudem steht dem fehlenden Nutzen der Einnahme von Vitaminpräparaten das Gesundheitsrisiko durch zu hohe Zufuhrmengen gegenüber, insbesondere dann, wenn hoch dosierte Präparate über eine längere Zeit eingenommen und zusätzlich angereicherte Lebensmittel verzehrt werden.

Nur in folgenden Situationen wird auch bei Gesunden eine gezielte
Ergänzung der Ernährung mit einzelnen Vitaminen und anderen Nährstoffen
als Präparat empfohlen bzw. ist Bestandteil der medizinischen Betreuung:

  • Neugeborene: 3-mal 2 mg Vitamin K.
  • Säuglinge: täglich 10 µg Vitamin D und 0,25 mg Fluorid.
  • Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten: täglich 400 µg Folsäure, möglichst schon spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft und während des ersten Drittels der Schwangerschaft.
  • Schwangere und Stillende: nach Rücksprache mit dem Arzt 100 (bis 150)   µg Jodid pro Tag, bei nachgewiesenem Eisenmangel auch Eisen. 
  • Menschen, die sich nicht oder kaum im Freien aufhalten und deshalb das Sonnenvitamin nicht oder nur in geringem Maß im Körper selbst bilden: Vitamin D.
  • Der Gesamtbevölkerung empfiehlt die DGE die Verwendung von jodiertem und fluoridiertem Speisesalz sowie damit hergestellte Lebensmittel.

undefinedWeitere Informationen

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

Druchgeführt von: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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