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Informativ, vielseitig und lecker – das Forum auf der Altenpflege in Hannover
Neue Konzepte, hilfreiche Praxis-Tipps und zahlreiche Interessenten sind das Ergebnis des Forums „Küche und Hauswirtschaft“ auf der Altenpflegemesse 2010 in Hannover, die vom 23.-25.03.2010 stattfand. Unter dem Titel „Genuss und Service mit Qualität!“ gestalteten das Projekt „Fit im Alter“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. (dgh) am 23. März ein praxisnahes Forum zur Qualitätssicherung für die Verpflegung von Seniorinnen und Senioren.Prof. Ulrike Arens-Azevêdo von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg eröffnete die Veranstaltung mit dem Vortrag „Die Bedeutung von Qualitätsstandards im Rahmen des Qualitätsmanagements“. Sie stellte dabei die Bereiche eines Qualitätsmanagements vor und erläuterte deren Zusammenhänge und Funktionen.
Die Kernelemente der „Qualitätsstandards für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ stellte Dr. Margit Bölts, Leiterin des Referats Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung der DGE, im darauf folgenden Vortrag detaillierter vor.
Basis und Hilfsmittel für die Gestaltung einer seniorengerechten Verpflegung ist die Essbiografie. Sozialpädagogin Gabriela Mohr erläuterte in diesem Zusammenhang Alternativen zum traditionellen Fragebogen für die Erfassung einer Essbiografie.
Das letzte Thema des Vormittags war "Herausforderungen und Ernährungskonzepte bei Kau- und Schluckstörungen“. Denn bei der Speisengestaltung sind auch die möglichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Zu den häufigsten zählen Kau- und Schluckstörungen. Nora Felber, Logopädin, veranschaulichte nicht nur den sehr komplexen Schluckvorgang sondern stellte auch Therapieansätze bei Kau- und Schluckstörungen vor [...]
Kurz nach der Mittagspause sorgte Stefan Forster für ein kulinarisches Highlight: Mit Unterstützung von Dr. Margit Bölts bot der Showkoch aus Altenstadt entsprechend der Qualitätsstandards zubereitete Rezepte als „Qualität für die Sinne“ zur Verkostung an. Dabei verriet Herr Forster Küchentricks und sprach sich für den Einsatz von frischen Lebensmitteln aus.
Passend zur Kochshow erläuterte Wenka Perkuhn, Hauswirtschaftsleiterin u.a. im Alten- und Pflegeheim „Zum Wardersee“ in Ihrem Vortrag „Visualisierte Speisenpläne“ die Möglichkeiten und Wirkung von Bildern.
Weitere Anforderung bei Demenz ergeben sich an die Gestaltung der Essumgebung, auf die Claudia Menebröcker, selbstständige Diätassistentin, in ihrem Vortrag „Tischlein deck dich!“ näher einging. [...]
Dass zu solchen Rahmenbedingungen auch die Qualifikation des Personals zählt, machte Martina Schäfer von der dgh im letzten Vortrag des Forums deutlich. Zur Qualitätssicherung trägt allerdings nicht nur eine solide Grund- bzw. Berufsausbildung bei, sondern auch regelmäßige Fortbildungen.
In der abschließenden Diskussionsrunde zu den Ursachen und Lösungsansätzen bei Mangelernährung wirkten die Experten, Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Helga Strube (DGE), Claudia Menebröcker und Herbert Thill (Heimkoch) mit.
Gemeinsam kamen die Experten schnell zu einem Konsens: Mangelernährung ist eine Herausforderung aber kein unlösbares Problem – wenn die interdisziplinäre Zusammenarbeit stimmt.
Insgesamt bot das Forum somit zahlreiche Anregungen für den Arbeitsalltag der verschiedenen Fachrichtungen, die nur gemeinsam „Genuss und Service mit Qualität“ in Senioreneinrichtungen etablieren können.
Das große Besucherinteresse ist gleichzeitig der Beweis für die wachsende Bedeutung und den Bedarf an Informationen zur Ernährung und Hauswirtschaft.
Den gesamten Nachbericht sowie Bilder und Vorträge als pdf finden Sie in der unserer Rubrik "
Wir berichten".





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